Vereinsrinderschau Saalbach - Hinterglemm

Hochburg begeisterter Rinderzüchter

Kämpfen im Winter die besten Skifahrer der Welt in Saalbach-Hinterglemm um die schnellste Zeit im Schnee, waren es diesmal die Rinderzüchter, die sich um die begehrten Titel der schönsten Kühe des Tales rangen. Saalbach-Hinterglemm ist nicht nur eine Tourismushochburg, sondern auch eine Hochburg begeisterte Rinderzüchter. 23 Betriebe aus der Gemeinde zeigten vergangenes Wochenende ca. 170 Kühe und Kalbinnen dem großen Publikum. Die leidenschaftlichen Rinderzüchter präsentierten nach 15-jähriger Pause neben den Rassen Pinzgauer, Fleckvieh und Holstein auch Tiere der Rassen Jersey und Brown Swiss. Gerichtet wurden die insgesamt 29 Entscheidungen vom erfahrenen Preisrichter Hannes Schreder, Fleckviehzüchter aus Tirol. Unterstützung bekam er vom jungen Ringman Andreas Misslinger ebenfalls aus Tirol. 

Pinzgauer

Die Gemeinde Saalbach-Hinterglemm ist eine der wenigen Gemeinden in Österreich, in der die Rasse Pinzgauer die Hauptrasse ist. In der Spitze wurden bei Original Pinzgauer und Pinzgauer sehr exterieurstarke Tiere präsentiert. Bei der Rasse Original Pinzgauer setzte sich die sehr harmonische, euterstarke Viertkalbskuh „REBIN“ V. Meingold vor der eleganten Zweitkalbskuh „DORA“ V. Morus durch, beide Kühe stammen von Josef Berger, Grub aus Saalbach. Bei der Rasse Pinzgauer setzten sich zwei Kühe von Wolfgang Gensbichler, Perfeld aus Hinterglemm klar durch. Die kapitale, euterstarke Sechstkalbskuh „BABSY“ V. Power Red setzte sich aufgrund ihrer Vorzüge im Körper gegen ihre Stallkollegin „WOLGA“ V. Hetox Red durch, welche ebenfalls durch ihr hervorragendes Euter überzeugen wusste. 

Fleckvieh

Bei der Rasse Fleckvieh und Fleckvieh x RF wurden in acht Gruppen Kühe präsentiert, welche vor allem in der Euterqualität kaum Wünsche offenließen. Bei der Rasse Fleckvieh setzte sich die Zweitkalbskuh „LAYLA“ V. GS Der Beste von Siegfried Feiersinger, Martenhof wegen ihrem sehr drüsigen Euter und ihrer perfekten Oberlinie als Gesamtsiegerin durch. Zur Reservesiegerin kürte der souveränen Preisrichter Hannes Schreder die Drittkalbskuh „ALMINA“ V. Hugoboss von Konrad Eder, Wölfler aus Saalbach. Sie bestach durch ihre enorme Körperlänge und durch ein perfekt gelagertes Becken. Bei den FL x RF-Kühen setzten sich zwei Halbgeschwister durch. Die extrem euterstarke Zweitkalbskuh „VERA“ V. Power Red von Wolfgang Gensbichler, Perfeld setzte sich gegen die sehr schliffige Zweitkalbskuh „NINA“ V. Power Red von Stefan Salzmann, Hinterbrand ebenfalls aus Hinterglemm durch. 

Holstein, Jersey und Brown Swiss

Bei den Rassen Holstein, Jersey und Brown Swiss wurden jeweils eine kleine aber sehr feine Kollektion an Tieren präsentiert. Bei der Rasse Holstein setzte sich die euterstarke Jungkuh „KH ELLY“ V. Rebell vor der kapitalen Zweitkalbskuh „HH FINSTER“ V. Swingman Red beide von Stefan Salzmann, Hinterbrand durch. Bei der Rasse Jersey siegten zwei Kühe von Jakob Schwabl, Wieshof aus Hinterglemm. Die Siegerkuh „NG CLEA“ V. Chocochip bestach vor allem durch ihr sehr gutes Schenkeleuter und setzte sich vor der Jungkuh „ELENA“ V. Zo durch. Bei der Rasse Brown Swiss wurde die mittelrahmige Drittkalbskuh „BSR LULU“ V. Lukaku von Thomas Hasenauer, Unterschwarzach aus Hinterglemm zur Gesamtsiegerin gekürt. Sie setzte sich mit ihrem hervorragenden Euter und besten Fundamenten vor die elegante Jungkuh „DORI“ V. GS Austria von Josef Hasenauer, Kendl aus Hinterglemm. 

Bambinis, Fleischrinder und Kalbinnen

Als besonderes Highlight und von keiner Rinderschau mehr wegzudenken war die Präsentation der Züchterjugend. Mit viel Freude und Begeisterung führten 14 Bambinis und Jungzüchter ihre Kälber vor. Neben den Milchkühen der verschiedenen Rassen wurden auch drei Mutterkühe der Rasse Original Pinzgauer in Boxen präsentiert. Weiters wurden jeweils eine hervorragende Gruppe an trächtigen Kalbinnen der Rassen Original Pinzgauer, Fleckvieh, Pinzgauer und Brown Swiss vorgeführt und gereiht.  

Regionale Rinderschauen haben eine große Bedeutung um die Arbeit und den Fleiß unserer Bäuerinnen und Bauern der ländlichen Bevölkerung näher zu bringen. Die Vereinsrinderschau in Saalbach-Hinterglemm hat wieder gezeigt wie wichtig eine intakte Landwirtschaft als unverzichtbare Grundlage für unsere einzigartigen Kulturlandschaft für einen florierenden Tourismus ist. Es ist auch schön zu sehen, wenn Familien mit touristischen Betrieben immer noch mit viel Freude und vor allem mit viel Stolz Bauern und Züchter sind. Dem Außenstellenobmann Hans Ripper und seinem Team ist zu dieser großartigen Vereinsrinderschau recht herzlich zu gratulieren. 

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