Salzburger Rinderfachtag 2026: Aktuelle Marktentwicklungen und praxisnahe Impulse für die Mutterkuhhaltung
Im Zuge der Landesversammlung der Fleischrinderzüchter (Rinderzucht Salzburg) fand am 01. April 2026 im Gemeindefestsaal Pfarrwerfen der Salzburger Rinderfachtag statt. Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen am Rindfleischmarkt sowie über praxisrelevante Themen in der Mutterkuhhaltung zu informieren.
Nach der Begrüßung präsentierte Franz Zehentner, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Salzburger Rind GmbH, die aktuellen Vermarktungszahlen. Dabei ging er auch auf die Preisentwicklungen ein und unterstrich die große Bedeutung von bäuerlichen Vermarktungsunternehmen für die heimischen Rinderbetriebe.
Im Anschluss beleuchtete DI Johannes Minihuber (ARGE Rind) die Entwicklungen am Rindfleischmarkt in Österreich, Europa und weltweit. Mit seinem hohen Fachwissen zu internationalen Rindfleischmärkten zeigte er Zusammenhänge und Trends verständlich auf. Im Fokus standen insbesondere das Mercosur-Abkommen sowie die damit verbundenen Herausforderungen für die heimische Rinderproduktion. Die Bedeutung regionaler Qualität und stabiler Marktstrukturen wurde dabei klar hervorgehoben.
Einen umfassenden Einblick in den Lebensmitteleinzelhandel gab DI Gerald Fischer (Ja! Natürlich / BILLA). Neben den Anforderungen an österreichisches Qualitätsrindfleisch stellte er insbesondere auch die Sicht der Konsumentinnen und Konsumenten in den Mittelpunkt und zeigte auf, welche Erwartungen der Markt an Herkunft, Qualität und Produktionsweise stellt.
Am Nachmittag standen praxisorientierte Themen im Mittelpunkt. Sandra Pfunner (Landwirtschaftskammer Salzburg) stellte den Arbeitskreis Mutterkuhhaltung vor und zeigte auf, wie wichtig Austausch, Weiterbildung und gezielte Beratung für die Weiterentwicklung der Betriebe sind.
Mit viel Überzeugung und starkem Praxisbezug berichtete Hansjörg Landmann („Ensmannhof“, Tirol) aus seinem Mutterkuhbetrieb. Als engagierter Praktiker zeigte er anschaulich, wie eine erfolgreiche Kälberaufzucht in der Mutterkuhhaltung umgesetzt werden kann und welche Faktoren dabei entscheidend sind.
Den fachlichen Abschluss bildete Dr. Harald Pothmann (Vetmeduni Wien). Als ausgewiesener Experte vermittelte er sehr praxisnah, wie durch gezieltes Fruchtbarkeitsmanagement und konsequente Kontrolle die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Mutterkuhherden nachhaltig verbessert werden kann.
Der Salzburger Rinderfachtag bot damit eine gelungene Kombination aus Marktinformation und praxisnahen Fachbeiträgen und wurde von den Teilnehmern sehr gut angenommen
Maishofen, 02.04.2026
