Jungzüchtertag im Ennspongau
Am Sonntag, den 19. April luden die Salzburger Jungzüchter zu einem Jungzüchtertag im
Ennspongau, dem rund 30 interessierte Jungzüchter folgten. Am Programm standen zwei Betriebsbesichtigungen einer besonderen Klasse.
Am Vormittag wurde der Zuchtbetrieb „Untersulzberghof“, der Familie Maria und Andreas Haym in Radstadt, aufgesucht. Der breit aufgestellte Betrieb umfasst mehrere Standbeine wie die Milchwirtschaft, Almwirtschaft, Urlaub am Bauernhof und einer Brotvermarktung mit den bekannten „Untersulzberg-Brot“.
Ein besonderes Augenmerk setzten die Jungzüchter jedoch auf die hervorragende Rinderzucht im modernen Milchviehstall, der 2023 modernisiert und erweitert wurde. Über 50 Milchkühe der Rassen Pinzgauer, Red Holstein, Holstein, Fleckvieh und Montbéliarde zeigten ihre hohe Produktivität vereint mit hervorragendem Exterieur.
Auch das Tierwohl steht großgeschrieben beim Untersulzberghof, ersichtlich durch die Leistung und Vitalität der Tiere. Das Jungvieh wird im alten Stallgebäude gehalten und zeigt sich schon bestens entwickelt.
„Das Zuchtziel am Untersulzberghof ist eine großrahmige, leistungsbereite Milchkuh mit einem starken Exterieur“, merkte Betriebsführer Andreas Haym an.
Nach einem gemütlichen Beisammensein beim Mittagessen im Hotel Laudersbach ging es am Nachmittag nach Altenmarkt.
Dort hielt der Zuchtbetrieb „Eisenhof“ der Familie Andrea und Willhelm Hutter den Jungzüchtern die Stalltür offen. Der land- und forstwirtschaftliche Betrieb ist bereits durch seine Schau- und Versteigerungstiere bekannt.
Am Betrieb werden rund 50 Milchkühe der Rasse Fleckvieh und Red Holstein gehalten. Die rund 80-köpfige Jungviehherde steht ebenfalls am Heimbetrieb Eisenhof. Weitere Jungrinder der Familie Hutter befinden sich auf einem Betrieb in Hofnähe. Ganz besonders bewundernswert ist die leistungsbereite Herde, die ein enormes Exterieur aufweist. Selbst bekannte Schaukühe am Betrieb, die unlängst auf Bundes- und Landesschauen vertreten waren, sind in der exterieurstarken Herde „unauffällig“, wozu optimales Management und Züchtergeschick erforderlich ist.
Ebenso die Jungviehherde besticht mit einer enormen Dichte an exterieurstarken Tieren, wo sich die optimale Milchkuh von morgen bereits zeigt.
Auch auf diesem Betrieb war der familiäre Zusammenhalt förmlich spürbar. Besonders wertvoll war der offene Gesprächsaustausch, interessante Einblicke in die Betriebe und der fachliche Austausch mit den Züchtern.
Ein großes Dankeschön an alle Jungzüchter, die dabei waren, sowie die Betriebe, die Ihre Stalltüren für interessante Einblicke offenhielten. Der gelungene Jungzüchtertag endete bei einem hervorragenden Kuchenbuffet der Familie Hutter und einem anregenden „züchterischen Hoagascht“.
Andreas Fritzenwallner
