Gelungene Hofübergabe bei den Salzburger Jungzüchtern – Andreas Fritzenwallner zum neuen Obmann bestellt!

„Noch nie hab‘ ich so viele Besucher bei der Jahreshauptversammlung gesehen und umso mehr freut es mich, ein so volles Haus begrüßen zu dürfen!“, mit diesen Worten eröffnete Obmann Josef Geisler die Jahreshauptversammlung der Salzburger Jungzüchter, die unter dem Zeichen eines Generationenwechsels stand.

Geisler, der seit der Zusammenlegung der beiden Jungzüchtervereine Holstein und Fleckvieh an der Front stand der Salzburger Jungzüchter stand, verwies auf die wichtigste Komponente eines funktionierendes Vereines, nämlich der Zusammenarbeit, weil nur im Kollektiv Großes und Richtungsweisendes entstehen kann.

Nach einem umfassenden Tätigkeits- und Kassabericht übernahm Franz Loitfellner, Vorstandsvorsitzender der Rinderzucht Salzburg den Wahlvorsitz und durfte nach Verlesung der Wahlvorschläge Andreas Fritzenwallner zur Funktion des Obmannes gratulieren.

Als Stellvertreter steht Samuel Gruber zur Verfügung, als jeweilige Rassenvertreter fungieren Florian Schaidreiter für Fleckvieh und Anja Genyk für Holstein.

Mit den Agenden des Kassiers wurden Christoph Gruber und Stellvertreter Florian Schaidreiter betraut, die Aufgabe der Schriftführung liegt in der Verantwortung von Katharina Schwaiger und Stellvertreterin Juliana Rathgeb.

Für Social Media zeichnen weiterhin Lena Moser und Lena Premm verantwortlich, für den erweiterten Ausschuss stehen künftig Simon Braumann, Julia Breitfuß, Thomas Breitfuß, Lisa Grießner, Hannes Innerhofer, Julian Lainer, Anna Mayr, Josef Mooslechner, Stefan Rohrmoser, Mathias Trinker und Bernhard Wörgötter zur Verfügung.


In seinen ersten Worten als Obmann bedankte sich der 25-jährige Andreas Fritzenwallner vom Viehhofgut in Kleinarl über das entgegengebrachte Vertrauen und sprach vom Bemühen um eine gute Zusammenarbeit innerhalb des Vereines, aber auch mit den übergeordneten Institutionen, weil es nur mit vereinten Kräften in eine gute Zukunft gehen kann.

„Hört euch immer auch die Meinungen der anderen an, habt viel Freude und Spaß miteinander und verwaltet das von vielen fleißigen Händen erarbeitete Kapital mit Respekt und Achtsamkeit“, gab Josef Geisler seinem Nachfolger auf den Weg und bedankte sich bei allen, die seine Zeit als Obmann mitgetragen und unterstützt haben.


Vizepräsidentin und Landesbäuerin Claudia Entleitner überbrachte die Grüße der Landwirtschaftskammer, verbunden mit größter Wertschätzung für die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen - noch dazu, wo es sich um ein Ehrenamt handelt. 
„Mit dieser tollen Energie, die das Brennen für die Landwirtschaft und im Besonderen für die Rinderzucht spürbar macht, lässt es sich gut in die Zukunft gehen. Schließlich seid ihr die Nächsten auf den Betrieben und nehmt unverzichtbare und tragenden Rollen ein!“,  lautete die wohlwollende Botschaft einer bekennenden Funktionärin.

Viel der lobenden Worte hatte auch Franz Loitfellner übrig. „Ihr seid es, die ihr euch mit Herzblut und Begeisterung der Rinderzucht verschrieben habt und Verantwortung übernehmt und dafür gebührt euch größter Dank und Anerkennung!“, so das Plädoyer des Obmannes der Rinderzucht Salzburg, dessen Bemühen um die Züchterjugend stets ein sehr großes war.

 

 

Familie Gruber, Hansen im Fokus der nächsten Züchtergeneration

Nach einem gemeinsamen Mittagessen hieß es dem neuen Obmannstellvertreter Samuel Gruber zu folgen, führte der Weg zu seiner Heimat, dem Hansengut in Saalfelden, wo Helga und Christoph Gruber die interessierte Besuchergruppe mit Freude erwartete.

In geteilten Gruppen wurden die Schwerpunkte des Hansenbauern - Rinderzucht und Legehennenhaltung - vorgestellt, welche eindrucksvoll die Erfolgsstrategie der Familie Gruber aufzeigte,  die sich dank bewusster Zielsetzungen zum Vollerwerb manifestierte.

Richtungsweisend für die betriebliche Ausdehnung war der Stallneubau 2015, dem eine 10 ha große, direkt angrenzende Pachtfläche folgte, sowie die Verfügbarkeit des alten Kuhstalles, der in einfacher Weise als Unterkunft für 500 Lohmann-Sandy Legehennen adaptiert wurde und ein interessantes, zweites Standbein absicherte. 
Um die wachsende Nachfrage nach Bio-Eiern abzudecken, investierten Grubers zusätzlich in ein Hühnermobil für weitere 250 Hennen und vermarkten somit monatlich 200.000 Frischeier an Hotels, Nahversorger und viele private Kunden.

Leidenschaft als Motor für den Zuchterfolg

Wie hoch der züchterische Anspruch im Rinderstall des Hansenbauern ist, belegen einerseits die betrieblichen Kennzahlen, im Besonderen aber die großartigen Schau- und Verkaufserfolge, die Familie Gruber seit vielen Jahren über die Grenzen des Landes hinaus bekanntmacht. 

Der ehemals für ca. 10 Milchkühe konzipierte Betrieb wurde auf ca. 25 Fleckviehkühe (überwiegend Herdebuch A) erweitert und hat sich neben der Stierzucht und -aufzucht der Produktion von qualitätsvollen Kühen für die Vermarktung verschrieben. 
Diese drückt sich in einer hervorragenden Verkaufsbilanz von jährlich 6 – 8 Jungstieren sowie 25 – 30 Kühen über den Verkaufsstandort Maishofen aus.

Der sei 1994 biologisch bewirtschaftete Betrieb bewährt sich zudem als beliebte Gästedestination, werden zwei Ferienwohnungen im Rahmen von Urlaub am Bauernhof sehr gut gebucht.

Die Gastfreundschaft von Helga und Christoph Gruber wurde auch der motivierten Jugend zuteil, indem nach der interessanten Hofführung der „Stalltisch“ reich gedeckt war und für ein unterhaltsames und nettes Beisammensein und reichlich „Züchterhoagascht“ gesorgt war. 

Dass der Erfolg einzig im Miteinander von Generationen und im Verfolgen von Visionen und einer steten Weiterentwicklung liegt, ist ein übersehbares Markenzeichen von Familie Gruber und darf als Ansporn für die junge Generation der künftigen Betriebsführer:innen gesehen werden.

Gratulation der Familie Gruber, Hansenbauer und auf eine gute Zukunft der Salzburger Jungzüchter!

Christina Sendlhofer