Pinzgauer - Zuchtgeschehen

Neuregelung - Stiermutteraufnahme und Teststierselektion

(Fachausschussbeschluss vom 30.1.2013)

Reinzucht

Natursprungstiermütter

Stiermutter am Tag der Aufnahme - GZW 106 / MW 106
Keine Bestimmungen bei Inhaltsstoffen
Mindestbewertung: R: 6 - B: 6 - Ext: 7 - E: 7
Melkbarkeit: 1.La 1,80 kg/min, ff.LA 2,00 kg/min

Teststiermütter

Bestimmung erfüllt am Tag der Körung des Stieres – GZW 108 / MW 110 
Keine Bestimmungen bei Inhaltsstoffen
Mindestbewertung: R: 7 - B: 6 - Ext: 7 - E: 7
Melkbarkeit: 1.La 1,80 kg/min, ff.LA 2,00 kg/min

Kreuzungszucht

Nur für Natursprung (Tag der Stiermutteraufnahme) – Vater Rückkreuzungsstier, Tier selbst < 50% RF - 112 GZW / 115 MW
Keine Bestimmungen bei den Inhaltsstoffen
Mindestbewertung: R: 7 - B: 6 - Ext: 7 - E: 8
Melkbarkeit: 1.La 1,80 kg/min, ff.LA 2,00 kg/min

Natursprung (Vater RF-Stier oder Tier > - 50% RF) bzw. Teststierankauf (Tag der Körung) 120 GZW/125 MW
Keine Bestimmungen bei den Inhaltsstoffen
Mindestbewertung:
R: 7 - B: 6 - Ext: 7 - E: 8
Melkbarkeit: 1.La 1,80 kg/min, ff.LA 2,00 kg/min

Stiermütter in der Fleischrinderzucht:
Mindestbewertung R: 6 B: 6 Ext: 6 E: 6

Stierkörung:

Körklasse A – Bemuskelung 5, Exterieur 6
Körklasse B – Bemuskelung 4, Exterieur 5

Als Stierväter werden nur A-Stiere anerkannt.

Milchzucht:
Körklassen A und B mit Körnoten in Exterieur und Bemuskelung
Bei Hofkörung nur Körklasse B möglich 

Fleischzucht:
Körnoten 2 b und 2 a laut Körblatt Fleischrinder
für 2b Körindex 100 bis 119, ab Körindex 120 Körnote 2a
Der Körindex wird aus 3 Noten der Kriterien Rahmen, Bemuskelung und äußere Erscheinung berechnet

Bei allen gekörten Stieren wird eine DNA-Probe zur Abstammungssicherung genommen!


Gezielte Paarung:

Stiermütter sollen möglichst gezielt mit positiven Vererbern angepaart werden, dazu werden Anpaarungsempfehlungen vergeben. Diese werden per Post zugesendet oder telefonisch vergeben. Wir bitten um Rückmeldung wenn keine Empfehlung vergeben wurde.

Teststierselektion:

Diese erfolgt jährlich zweimal bei den Stiermärkten in Maishofen, nach Möglichkeit kommen nur Jungstiere aus geprüften Vererbern in die Selektion.
Der Stierkäufer verpflichtet sich, den angekauften Teststierkandidaten innerhalb eines halben Jahres zur Absamung zur Verfügung zu stellen und bekommt dafür im Gegenzug eine Ankaufsbeihilfe.

Nachzuchtbewertung:

Jährlich werden bei der Rasse Pinzgauer zwischen 500 und 600 Erstlingskühen bewertet. Ein Großteil davon sind Töchter von Teststieren, der Rest Vergleichstiere in den jeweiligen Betrieben. Für ein ausgewiesenes Ergebnis aus der Nachzuchtbewertung sind 20 linear beschriebene Töchter nötig.


Förderungseckpunkte Original Pinzgauer


Förderperiode 2014 bis 2020:

180.-- Euro
Prämie pro Kuh und Jahr
360.-- Euro
Prämie pro Zuchtstier und Jahr

Bedingungen zur Erlangung einer Förderprämie

1.
Für Betriebe, die an der Maßnahme „Seltene Nutztierrassen“ teilnehmen wollen, ist der Beitritt zum Landeskontrollverband (LKV) des jeweiligen Bundeslandes bzw. zu einer anerkannten Zuchtorganisationverpflichtend.

2. Alle förderbaren Tiere sind je nach Betriebsart einer Leistungskontrolle zu unterziehen (Milch- oder Fleischleistungsprüfung nach den Bestimmungen des jeweiligen Landeskontrollverbandes).

3. Die Bestätigung der Reinrassigkeit erfolgt direkt durch die verantwortliche Organisation (VO) = Rinderzuchtverband Salzburg, Mayerhoferstraße 12, 5751 Maishofen. Die Freigabe der Tiere erfolgt durch die VO online über eine Zugriffsmöglichkeit auf die beantragten Tiere. Die jeweils betroffenen Zuchtverbände haben dazu die entsprechende Vorarbeit zu leisten (Überprüfung der Einhaltung der Bestimmungen).

4.Reinrassigkeit: Als reinrassige Zuchttiere (männlich/weiblich) im Rahmen des Generhaltungsprogrammes werden jene Tiere angesehen, die mindestens zwei GenerationenAbstammung (Eltern und Großeltern) haben und einen Fremdgenanteil von höchstens 6,25% aufweisen. Die Berechnung der Genanteile erfolgt über das EDV-Programm (RDV = Rinderdatenverbund) der ZuchtData GmbH mit Sitz in Wien.
Die zur Maßnahme gemeldeten Original Pinzgauer-Tiere sind immer reinrassig zu belegen.

Neuerung:
Ab dem Antragsjahr 2017 dürfen männliche Zuchttiere (Belegstiere, Deckstiere) einen Fremdgenanteil von maximal 3,125% aufweisen. Ab dem zweiten Antragsjahr erfolgt die Kontrolle auf die letzte Abkalbung und deren Nachkommen. Allfällige Fremdgenanteile werden im Zuchtbuch erfasst und auf allen züchterischen Unterlagen (zum Beispiel Versteigerungskatalog usw.) ausgewiesen.
Bei den weiblichen Tieren bleibt die Grenze eines Fremdgenanteiles bei 6,25%.

5. Ab der Förderperiode 2020 ist davon auszugehen, dass nur noch 100% reinrassige Tiere gefördert werden können.


Meist eingesetzte Besamungsstiere 2015

Name Rasse AnzKB GZW MW Mkg F% E%
RESTER PI 910 131 116 743 0,05 -0,09
REIF PI 762 124 114 425 0,23  
COSMOS PIxRF 530 - - - - -
MAJOR PI 447 108 114 228 0,09 0,26
RINGO PI 419 120 108 598 -0,3 -0,09
LOSER PI 380 124 107 344 -0,09 -0,01
GAU PI 332 - - - - -
MALZ PI 330 - - - - -
FASAN PI 329 113 109 707 -0,13 -0,21
FILL PI 298 - - - - -

Entwicklung Jungstierbesamungen 2010 - 2014 PINZGAUER

 

Link zum aktuellen Stierangebot - Pinzgauer

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